Vom Kollegen zum Vorgesetzten

 

– Besondere Hersausforderungen im Führungsalltag – 

In vielen Firmen und Organisationen wachsen Mitarbeiter aus dem Haus in Führungsaufgaben hinein. Nicht selten übernehmen sie dabei die Leitung ihres eigenen Teams und werden somit neuer Vorgesetzter ihrer früheren Kollegen.

Das ist für beide Seiten eine Herausforderung: Zum einen müssen die „alten“ Kollegen den ehemaligen Kollegen jetzt als Vorgesetzten respektieren (lernen), was für diese einen nicht zu unterschätzendes Umdenken bedeutet. Zum anderen muss die neue Führungskraft die Erfahrung machen, dass im Verhältnis zu den bisherigen Kollegen nichts mehr so ist wie es bisher zu sein scheint. Das zeigt sich beispielsweise in Gesprächen in der Pause, die auf einmal zu Ende sind, wenn sie oder er dazu kommt. Oder es wird gelacht, und sie/ er weiß nicht warum. Sein gesamtes Handeln steht unter genauester Beobachtung und wird schnell missgedeutet. Es gibt spürbare Signale, dass sie/ er nun nicht mehr richtig zum Team gehört.

Beide Seiten merken, dass das Miteinander neu definiert werden muss. Diese Neudefinition muss unter neuen Vorzeichen, mit anderen Rollen und mit anderen Verantwortlichkeiten für die Beteiligten geschehen. Das kann den Umgang miteinander durchaus auf eine harte Probe stellen. Als neuer Vorgesetzter ist es notwendig, sich mit seiner Rolle als Führungskraft intensiv auseinander zu setzen. Dies ist eine spannende Herausforderung und zugleich ein Prozess, der in der Handhabung ein großes Maß an Sensibilität verlangt.

Mit dem „alten Team“ hat man eine Geschichte miteinander, die allen präsent ist. Diese kommt besonders in Erinnerung, wenn die Führungskraft als ehemaliger Kollege Entscheidungen treffen muss und diese konsequent umsetzen soll. Umso mehr dann, je unliebsamer diese Entscheidungen sind. So kommt durchaus dazu, dass manche der ehemaligen Kollegen bei ihrem neuen Chef schon mal die Grenzen austesten.

Es ist hierbei kein hilfreicher Weg, in schwierigen Situationen „den Chef heraushängen“ zu lassen. Die wirkliche Akzeptanz als Führungsperson zu bekommen gleicht allerdings anfangs einer Gratwanderung, und es sind sowohl fachliche wie menschliche Qualitäten sind in diesem Prozess von der neuen Führungskraft gefordert.

Dieser Workshop bietet dazu mit folgenden Themen Anregungen und Auseinandersetzungsmöglichkeiten:

Inhalte:      

  • Was bedeutet für mich Führung?
  • Wie finde ich „meinen eigenen Bereich/ Stil“?
  • Wie und wo grenze ich mich ab?
  • Welche Führungsstile und -formen kann ich im Alltag anwenden?
  • Bausteine der Mitarbeiterführung
  • Was ist meine (neue) Rolle in der Firmenhierarchie?
  • Wie gelingt mir der Wechsel der Rollen?
  • Wie können Eltern und „Kinder“ sich gemeinsam auf diese Zeit vorbereiten?
  • Welche Regelungen können getroffen werden?
  • Kommunikationsformen
  • Schwierige Gespräche meistern
  • Umgang mit (langjährigen) Mitarbeitern